| Ad Astra Sarnen (1.Liga) vs. Luzern Unihockey (2. Liga) lautet die Partie im Swiss Mobiliar Cup 1/32-Finale. Ein Spiel, in dem es ein bisschen um mehr geht, als nur zu gewinnen…
Ein Spiel wie jedes andere? Mitnichten, denn diese Partie bietet schon im Vorfeld für mehr Gesprächsstoff als viele andere…Zum einen für die Luzerner ein guter Ernstkampf, gegen einen besser eingestuften Gegner eine achtbare Visitenkarte abzugeben. Zum anderen haben die drei Luzerner Neuverpflichtungen eine Sarner Vergangenheit (Lukas Allamand, Markus Abegg, Thomas Müller). Last but not least wartet auf den Sieger ein Heimspiel gegen den Vize-Schweizermeister HC Rychenberg Winterthur aus der höchsten Schweizer Spielklasse. Ansporn genug, sich dieses Spiel nicht entgehen zu lassen!!
Ad Astra Sarnen, der Verein war in der letzten Jahre zweimal in den Aufstiegsspielen knapp am Aufstieg in die NLB gescheitert. Mittlerweile sind sie eine feste Grösse in der 1. Liga und haben seit letztem Jahr ein Profitrainer engagiert. Die meisten Spieler haben 1. Liga und höher gespielt. Aufgrund dieser Tatsachen sind die Obwaldner natürlich zu favorisieren.
bruno sprach mit den beiden Neo-Luzerner Allamand und Abegg über die bevorstehenden Aufgaben, das Outdoor-Training sowie die Zeit, welche sie nun schon beim Luzerner Unihockeyclub absolviert haben (Anm. d. Red.: Thomas Müller weilt in den Ferien, ansonsten hätten wir auch gerne mit ihm gesprochen).
Lukas und Markus, wie habt ihr euch in Luzern eingelebt?
Markus: Das Einleben in Luzern hatte ich bei meinem Wechsel bereits hinter mir. Ich wohne nun seit 1,5 Jahren in Luzern, aber sportlich habe ich mich sehr gut eingelebt.
Lukas: Auch ich habe mich sehr gut in Luzern eingefunden. Wir wurden schnell ins Team integriert und sind freundlich aufgenommen worden - Bereits am Kickoff-Weekend auf der Alp!
Wie habt ihr die erste Saisonvorbereitungsphase wahrgenommen?
Lukas: Die erste Saisonhälfte habe ich als sehr abwechslungsreich empfunden! Der Vorteil der 2.Liga ist, dass man einiges früher als NLB/SML Teams in den Cup eingreifen kann, so hat man immer wieder, insofern man eine Runde weiterkommt einen Ernstkampf und kann so dass Sommertraining etwas versüssen!
Markus: Ich habe die Vorbereitungsphase bis jetzt sehr gut erlebt. Es wurde in den Trainings meist vorbildlich gearbeitet. neben den harten Trainings, gehört es auch dazu, dass man sich auch neben dem Feld trifft. Wir unternehmen viel auch in unserer Freizeit, das schätze ich sehr. Trotzdem gibt es schon einige grosse Unterschiede gegenüber der Zeit bei GC. Der grösste Unterschied ist vor allem die Anzahl der Trainings.
Nun zum aktuellen Geschehen, Lukas wie beurteilst du eure Chancen gegen den 1. Ligisten?
Sarnen ist klarer Favorit, da sie seit einigen Jahren in der 1-Liga spielen. Vom Tempo und vom Taktischen her ist die 1-Liga der 2.Liga schon einiges voraus. Aber der Cup schreibt eigene Gesetze, ziehen wir einen guten Tag ein, so können wir Sarnen sicher stark fordern!
Markus, als gebürtiger Obwaldner hast du noch Kontakte zu deinem Ex-Club. Welchen Einfluss werden die Freundschaften in diesem Spiel haben?
Seit meinem Wegzug von Sarnen nach Zürich vor fünf Jahren hat sich einiges verändert in Sarnen. So auch im Team, aber ich habe noch zu ca. 1/3 der Mannschaft Kontakt. In meiner Freizeit unternehme ich viel mit Gianluca Amstutz, auf dieses Duell freue ich mich besonders. Auch auf einige alte Mannschaftskollegen freue ich mich. Aber am 7. August wird die Freundschaft für zwei Stunden auf die Seite gelegt. Denn dann geht es um sehr viel. Beide Teams kämpfen um das Los gegen Winterthur. Aber ich will betonen, dass die 'Freundschaft auf die Seite legen' heisst nicht, dass man den Gegner nicht mit Respekt behandeln soll! Trotzdem denke ich, dass wir, besonders die Ex-Sarner, auf harte Gegenwehr stossen werden.
Ist es für euch etwas Spezielles, gegen Sarnen zu spielen oder wird es ein 'Spiel wie jedes andere'?
Markus: Das spiel geht 60 oder allenfalls 65 Minuten. Beide Teams geben alles und wollen gewinnen. Also eigentlich ein Spiel wie jedes andere auch. Trotzdem ist es schon etwas speziell gegen seinen Mutterclub zu spielen. Ich habe seit meinem Wechsel zu ULU einige Kritik eingefangen, von Leuten die nicht verstehen,
warum ich zu Luzern und nicht zu Sarnen gewechselt habe. Das stimmt mich manchmal etwas nachdenklich. Denn alles was ich will, ist in meiner Freizeit Unihockey zu spielen und schlussendlich muss ich niemandem eine Rechenschaft abgeben. Wichtig ist, dass es für mich stimmt - und das tut es!
Lukas: Ich schliesse mich dem an, ganz klar liegt während dem Spiel der Fokus ganz auf unserem Spiel, egal wer auf der anderen Seite steht. Klar ist es etwas spezielles gegen einige gute Kollegen und alten Teamkameraden zu spielen, doch jetzt spiele ich in Luzern und so werde ich mich voll und ganz auf die neue Aufgabe konzentrieren!
Lukas, trotz voller Konzentration diesem Spiel, ein kurzer Ausblick auf ein mögliches Los gegen Rychenberg, immerhin Vize-Schweizermeister und letztes Jahr euer Gegner in den SML-Playoffs, eine tolle zusätzliche Motivationsspritze?
Es wäre natürlich super für unser Team, gegen Rychenberg zu spielen. Wir verloren damals mit GC die Serie. Jetzt spiele ich in einem neuen Team. Cup ist immer etwas sehr Motivierendes, man hat eine Chance entweder kommt man eine Runde weiter oder ist out!
Vielen Dank den beiden für die interessanten Ausführungen. Am 7. August kann es aufgrund der spannenden Affiche nur ein Ziel geben: 18.30 Uhr Utenberg Luzern!!
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