Nach Gators-Jagd folgte ein Finnischer Abend

27.11.2018 Allgemein ulu

ULU - Widnau Gators 7:3
Vor Wochenfrist gastierten die Widnau Gators in Meggen. Gelegenheit für Unihockey Luzern, nach den gelungenen Auswärtsauftritten in Bassersdorf und Herisau, auch zuhause für Punktezuwachs zu sorgen.

Im ersten Drittel bekundeten die Platzherren Mühe mit dem aggressiven Gegner und einmal mehr wurden gute Chancen ausgelassen. Doch auch die Gäste waren wenig effizient, das einzig Zählbare waren schliesslich ihre beiden Lattentreffer.

Luzern startete besser in den Mittelabschnitt. Es waren allerdings die Ostschweizer, die zuerst jubeln konnten. Kurze Zeit später, nach einem Lattenknaller von Piittisjärvi, war es Uotila auf Pass von Nieminen, der zum 1:1 ausgleichen konnte. In der 27. Minute schoss Bolliger auf Zuspiel von Jeffrey die Blauweissen in Führung. Die Gators glichen allerdings in der 31. Minute zum 2:2 aus. 54 Sekunden stellte Nieminen wieder den knappen Vorsprung für Luzern her. Es war Emmenegger, der in der 35. MInute mit einem harten Schuss auf Pass von Huber die erstmalige Zwei-Tore-Führung herstellte.

Im Schlussdrittel waren die Leuchten spielbestimmend. Fischer auf Pass von Emmengger erzielte die 5:2-Führung und nur 25 Sekunden später erhöhte Uotila auf Zuspiel von Brönnimann zum vorentscheidenden 6:2. Widnau verkürzte durch Penalty auf 6:3, bevor Huber in Unterzahl einen hohen Ball technisch perfekt auf den mitgelaufenen Jeffrey legte, welcher dem Gators-Goalie keine Chance liess. ULU verdiente sich den 7:3-Sieg durch viel Kampf, ein gutes Spiel und der Fähigkeit in entscheidenden Momenten zuzulegen.

ULU - Red Lions Frauenfeld 6:5 n. V.
Gegen Frauenfeld war zum Beginn der Rückrunde Revanche für das auswärts trotz Chancenplus verlorene Startspiel angesagt. Die Ostschweizer hatten allerdings sichtlich etwas dagegen. Mit einer konzentrierten Defensive und druckvollen Vorstössen zeigten sie ihre Ambitionen auf. Es dauerte bis in die 14. Minute bis Uotila auf Pass von Nieminen das Skore eröffnete. Vier Minuten später war es erneut dieses Duo, das zuschlug und zum 2:0-Pausenstand erhöhte.

Im zweiten Abschnitt verkürzten die Ostschweizer auf 2:1. Piittisjärvi schien davon recht wenig beeindruckt zu sein. Er demonstrierte nur 14 Sekunden später seine stupende Stocktechnik und überlistete den Gästekeeper mit einem Airhook-Treffer zur erneuten Zweitore-Führung. Zur Spielmitte gelang allerdings Guhl erneut der Anschlusstreffer zum 3:2.

Wiederum musste das Schlussdrittel über Sieg oder Niederlage in diesem umkämpften Spiel entscheiden - oder doch nicht? Mehrere Strafen brachten die Blauweissen in Bedrängnis. Das Ausgleichstor der Frauenfelder Löwen zum 3:3 allerdings fiel in einer Phase des numerischen Gleichstands. In der 50. Minute, als Luzern seinerseits im Powerplay agieren konnte, traf Piittisjärvi mit einem satten Schuss nur die Latte und als Bolliger auf der Strafbank sass, gingen die Gäste schliesslich mit 4:3 erstmals in Führung. War das die Wende? Piittisjärvi hatte etwas dagegen und traf mit einem präzisen Schuss zum erneuten Ausgleich. Doch in der 56. Minute (55.48) profitierten die Gäste von einem Luzerner Fehler und gingen auf der Zielgeraden scheinbar zielführend mit 5:4 in Front. Von wegen Entscheidung im Schlussdrittel: Wer einen Frauenfelder Sieg erwartete, hatte die Rechnung ohne die überragenden Finnen gemacht. Rund zwei Minuten vor Schluss (57.44) schoss Uotila auf Zuspiel von Nieminen seine Farben in die Overtime - und wer war es schliesslich, der dort nach 2 Minuten und 45 Sekunden den 6:5-Sieg für die Leuchten bewerkstelligte? Natürlich Uotila auf Pass von Nieminen.

Es war ein Finnischer Abend. Diesmal war die Torproduktion ausschliesslich auf den glänzend aufgelegten Suomi-Sturm beschränkt. Dabei fällt es kaum mehr ins Gewicht, dass diese Formation auch 4 der 5 Gegentreffer erhielt. Das Kabinettstückchen von Piittisjärvi im ersten Drittel sowie seine Feuerkraft, der beeindruckende Torinstinkt von "Sniper" Uotila und die tolle Übersicht von Nieminen allein war ein Besuch in Meggen wert