Herren: Fünf wichtige Punkte on the road

13.11.2018 Herren III ULU

Aus der Doppelrunde vom vergangenen Wochenende resultierten für Unihockey Luzern zwei Siege. In Bassersdorf gewannen die Blauweissen nach intensivem Kampf gegen einen starken Aufsteiger in der Verlängerung den Zusatzpunkt (7:6), herausragender Spieler war Neuzuzug Janne Outila mit 5 Toren. Tags darauf erspielten und erkämpften sich die Leuchten in Herisau das Punktetrio (8:6).

Die zwei wichtigen Siege kommen wie gerufen nach der Baisse kurz vor und nach der Nationalmannschaftspause. Während die Mannschaft gegen den Tabellenletzten Toggenburg zwar siegte (8:5) es aber zuliess, dass der Gegner nach einer 4:0-Führung wieder herankam, zeigten die Leuchten gegen Limmattal eine fahrige und uninspirierte Leistung (3:4). Umso erfreulicher, dass die beiden Siege vom Wochenende nach guten und kämpferischen Auftritten zustande kamen. Und auch das Toreschiessen scheint den Blauweissen zusehends leichter zu fallen. Nachdem endlich der seit Ende September verletzte Markus Piittisjärvi ins Kader zurückgekehrt ist und ULU vergangene Woche gleichzeitig mit Janne Uotila (von Jona-Uznach) einen weiteren Finnischen Neuzuzug verzeichnen konnte, ergeben sich in der Offensive zudem deutlich mehr Optionen als zuvor.

Konstanz war in den vergangenen drei Jahren nie das Markenzeichen der Leuchten, ganz besonders nicht im Monat November. Ursachenforschung wurde traditionell in alle Richtungen betrieben: Von mangelndem Ehrgeiz über das alljährliche Lamento bezüglich des wenig förderlichen Modus (der auf nächste Saison hin geändert wird) bis zu einer möglicherweise ungünstigen Meisterschafts- Periodisierung. Fakt ist allerdings, dass nur mit einer Weiterentwicklung in der Meisterschaftsphase höhere Ziele angestrebt werden können.

Auch wenn die jüngste Luzerner Herrenmannschaft aller Zeiten in punkto Effizienz und Konstanz zulegen muss, mangelt es ihr nicht an Qualität. Im Gegenteil, Talent ist reichlich vorhanden und die mit einem schnellen Offensivspiel operierende Truppe um den stillen Teamleader Joshua Jeffrey ist auch wegen der Rookies aus der U21 so schnell und unberechenbar wie nie zuvor. Sie machen die gewichtigen Abgänge (u.a. Wyss, Schürch, Petermann, Stucki, Muggli und zuletzt Machala) sowie die Absenzen der Langzeitverletzen Simon Wagner und Nando Gamboni wett. Dass die Mannschaft sich nun offenbar in einem laufenden Prozess neu erfindet, lässt auf weitere Fortschritte und eine interessante Entwicklung hoffen.